Sonntag, 11. Juli 2010

Mambo? Liebe Gruesse aus dem wunderschoenen Ngara

… man, die Zeit vergeht viel zu schnell…

naja, wie ich halt so bin – manchmal einbisschen Computer-Faul – sorry.
Aber es koennte auch daran liegen, dass ich immer was zu tun hab. Klingt jetzt vielleicht nicht wirklich afrikanisch, aber wenn man mich sieht... dann sieht man das afrikanische Leben gleich wieder.
Nach der Arbeit bin ich zurzeit jeden Abend unterwegs.
Freunde besuchen, Fussball schaun, Freunde besuchen ein Bierchen trinken und Gitarren Unterricht geben...
...ach und Freunde besuchen ;)


Mir gehts gut, um nicht zu sagen suuuuper!!
Jetzt wo die Zeit schon vor sich hinrennt hab ich endlich viele viele Freunde gefunden und soo tolle Plaetze in Ngara. Ist einbisschen schade, dass das erst jetzt passiert, aber da sieht man wieder wie kurz ein Jahr ist.




Was bei mir so passiert ist...
eine junde Belgierin war fuer einen Monat hier im Center und hat zusammen mit mir gearbeitet. Das war echt super – die Arbeit macht halt mehr Spass zusammen – Asante Cindy!!!

Zusammen mit Marcus bin ich nach Bujumbura (Burundi) gefahren. Wenn ich einen afrikanischen Ort empfehlen kann, dann Bujumbura. Naja, vielleicht nicht momentan, weil man nicht weiss, was die derzeitigen Wahlen noch so mit sich bringen.
Aber irgendwann muss ich da nochmal hin – an den schoenen Tanganyikasee.


Fussball: fuer alle die sich Afrika ohne Fernseher vorstellen ;)
Alle, naja, vielleicht 98% der Tansanier sind Fussball-Begeistert, d.h. es werden alle Spiele uebertragen und geschaut. Es gibt hier viele Bars und eigentlich in jeder einen Fernseher. Es ist schon echt cool mit den Afrikanern Deutschlandspiele anzuschauen :) ach, und danke nochmal an die, die mir den Deutschlandschal geschenkt haben – die Tansanier waren richtig begeistert!

Ich hab die Spiele meistens zusammen mit Marcus im Radio (Radio Kwizera FM) angeschaut. Die Jungs dort haben die Spiele live ins Radio uebertragen und wenn man daneben sitzt, dann kommt man selber auch schnell ins Radio. Ich durfte sogar schon meinen Senf ins Radio sprechen (Halbzeit-Auswertung bei einem Deutschlandspiel :) ) echt witzig!

Heute war ich auch im Radio... ich durfte Werbeaufnahmen machen
„Mimi Renate, kutoka Ujerumani, napenda sana kusikiliza Radio Kwizera FM“ hihihi... „Wasikilisaje Ngara 97.9 FM“

Echt super mit den Jungs... das Radio ist schon fast mein zweites Zuhause :)





Im Center hatten meine Jungs jetzt einen Monat Ferien... die meisten waren fuer zwei Wochen Zuhause, bei der Familie bzw. Verwandten.
Es ist schon angenehmer, mit weniger Kids zu arbeiten, aber irgendwie hab ich mich jetzt echt gefreut, dass alle wieder zurueck sind. Die fehlen mir doch schnell und man merkt schnell, das etwas fehlt im Center.
Mei, was passiert, wenn ich hier selber weg muss?!?

Ueber meinen Abschied hab ich noch nicht viel nachgedacht. Ich will auch noch garnicht an morgen denken – lebe jetzt!!

Sr. Nicole aus Belgien ist wieder zurueck. Und Sr. Ivette ist fuer drei Monate nach Canada geflogen. Mei, ich hab echt einen riessigen Respekt vor dieser Frau. In ihrem Alter und obwohl sie Zuhause immer jeder fragt, ob sie nicht endlich bleiben will, entscheidet sie sich immer wieder fuer Afrika und ihre Arbeit hier. Wow – faszinierend.




Ein riessiges ASANTE SANA an meine Kollegen vom letzten Jahr!!!!
Echt, mit einem Packet von euch haette ich nie gerechnet – ihr seid sooooo suuper spitze!!!!!!!
Eigentlich sollte ich jetzt Altenpflegerin werden und bei euch anfangen, weil ich weiss echt nicht ob ich jemals wieder so tolle Kollegen bekommen werd.
Ich komm euch sofort besuchen, wenn ich wieder da bin!!


Ach genau... fuer alle die wissen wollen, wann ich den wieder komm...
am 25.08.2010 sehe ich wieder eine andere Welt...



tutaonana... Ene

Mittwoch, 28. April 2010

Mambo? Habari ya Ujerumani?

Es ist schon wieder mal ein Weilchen her…
naja, so ist das halt hier in Tansania.

Mir gehts gut. Zurzeit denk ich schon viel an Zuhause. Mein Bruder, meine Schwestern und alle Freunde fehlen mir hier doch gescheit.
Und ich bin irgendwie jetzt schon gespannt, was sich so alles veraendert hat. Und wie gross mein Bruder geworden ist : )
Bald ist schon wieder Mai – die Zeit vergeht irgendwie doch wie im Flug… nurnoch 4 Monate, dann bin ich wieder zurueck in meiner alten Welt.


Hier im meinem kleinen Oertchen Ngara tut sich nicht so viel. Aber dennoch gibt es immer wieder was zu erleben.
Seit Anfang April macht Sr. Nicole Urlaub und ich bin jetzt fuer drei Monate auf mein Kiswahili angewiesen. …weil sie die einzige ist, die hier Englisch kann.
Aber ich lern fleissig weiter und es klappt eigentlich schon ganz gut.

Ostern war schoen. Vergleichbar mit Ostern Zuhause. Aber das besondere bei uns war, dass gleichzeitig noch 11 Kinder vom Center getauft wurden.
Hier ist die Taufe erst, wenn die Kinder schon einbisschen groesser sind. Und um getauft zu werden, muessen alle sogar eine Pruefung bestehen – also einige Gebete auswendig koennen.
War ganz lustig mit den Kids zu lernen : )
An Ostersonntag sind dann auch noch einige Eltern und Taufpaten zur Feier gekommen.
Und… natuerlich… gab es Osternester!
Danke an: meinen Bruder, Papa und Mama, Monne, Gabi Nuss und alle die noch Cappis geschickt haben.
Aus den Muetzen haben wir Osternester gemacht und fuer jeden ein gefaerbtes Ei und einen kleinen Schokohasen reingelegt. Wirklich schee! Und alle haben sich gefreut!


Ende Maerz hat sich noch etwas geaendert. Pelagie und Cecile, die zwei Novizinen aus dem Kongo, die fuer drei Monate bei uns waren, haben ihre Zeit hier bei uns beendet. Dafuer ist aber eine Lehrerin aus Oesterreich gekommen, die einen Monat bei uns mitgeholfen hat.
Es hat mir persoenllich echt gut getan, mit jemandem Deutsch zu sprechen und soviel Unterstuetzung und Spass bei der Arbeit zu haben. Danke Jenny!!


Ach ja… eine etwas schlimmere Mandelentzuendung musste ich vor drei Wochen auch schon mitmachen – war wirklich nicht so angenehm.
Aber zum Arzt bin ich nicht gegangen. Da musste ich die letzten Wochen fast jeden Tag mit einem oder zwei Kindern hin. Und so langsam kann ich diese Dispensary nicht mehr sehn. Wir Europaeer sind halt doch was anderes gewohnt. Geduld muss man mitbringen, aber das wusste ich schon davor. Aber sooooo…viel Geduld - wenn dann die Arzthelferinnen alle gleichzeitig Tee trinken gehen - soooo…viel Geduld hab ich dann doch nicht.
Und als Weisser hat man es eh nicht immer leicht. Man wird von allen Seiten angestarrt, die Eltern sagen zu den Kindern “schau mal, ein Mzungu” (=”ona Mzungu”) und zeigen mit dem Finger auf mich und viele Menschen meinen, sie muessen mir erklaeren, was ich zu tun hab – obwohl ich schon sehr oft da. Es passiert auch oft, dass ich ausgelacht werde, wenn ich nicht alles auf anhieb versteh, was mir die Leute auf Kiswahili sagen.
An das *mit dem Finger auf mich zeigen* und *ausgelacht werden* hab ich mich schon gewoehnt. Aber das teilweise vier bis fuenf Stunden warten, nur fuer einen Malariatest… an das gewoehn ich mich, glaub ich, nie.
Ich kann aber mittlerweile ganz ehrlich sagen… ich hab hier schon viel viel Geduld gelernt : ) man muss einfach Zeit mitbringen, sonst geht hier garnichts.

Man kann alles lernen, man muss es nur wollen.


Ganz liebe Gruesse aus dem schoenen Ngara.

Mimi akukumbukaye
Ene

Freitag, 5. März 2010

Karibu Tansania!

Lang, lang ist es her...

Naja… so langsam scheint die Zeit hier zu vergehen, dass man gleich alles vergisst.
Aber ich muss zubeben, dass ich eigentlich gar keine Lust hatte ins Internet zu gehen, sorry.

Hmmm… es ist eigentlich sehr viel passiert seit Weihnachten…

Unseren Weihnachtsurlaub haben wir ja in Kigoma verbracht – schee wars!
Wir waren Schnorcheln, Boot fahren, Zelten und sind am Strand gelegen… und da soll nochmal jemand sagen, in Kigoma kann man nix machen.
Und der Gombe Nationalpark, wo es fast nur Affen gibt, war echt ein Highlight. So nah hab ich noch nie nen Affen gesehen… und das in freier Wildnis. Faszienierend!

Naja, wir hatten auch sehr sehr gutes Wetter und die Folgen sind fast keinem erspart geblieben – Sonnenbrand. Teilweise sogar sooo schlimm, dass jemand (ich will etz keine Namen nennen :) ) sich keine lange Hose anziehen konnte und nicht mehr laufen und liegen konnte. Die Brandblasen sahen echt eklig aus, aber wer sich zweimal in die Sonne legt ohne sich einzucremen ist selber schuld :) Naja… Urlaub!!


Zurueck in Ngara… Kids san wieder in der Schule und alles ist noch beim alten…
Die Arbeit macht immer noch Spass und naja, obwohl es anstrengend ist, begeistert es mich immer wieder.


Zwischenseminar: auf nach Dar!!
Ganz ehrlich, ich wollte eigentlich nicht schon wieder weg. Der Urlaub hat mir an Reisen erstmal gereicht… aber Seminare sind pflicht. Also los…
Von Ngara nach Mwanza (Uebernachtung) und von Mwanza – eigentlich mit dem Zug – nach Dar. Aber natuerlich muss irgendwas auch schief gehen. Alle Zuege sind still gelegt, weil eine Bruecke eingestuerzt ist…
…dann halt doch mit dem Bus… schrecklich lange Fahrt, aber zum Glueck fast alles Teerstrasse.
Das einzige Problem, dass ich hatte, war Fieber. Und der nervige, laute Radio und danach der Fernseher haben meine Kopfschmerzen nicht besser gemacht.

Die erste Nacht in Dar haben wir in einem Haus direkt am Wasser verbracht. Die anderen Freiwilligen (aus dem Sueden) waren schon laenger dort und haben uns abgeholt. Ein echt schoenes Haus und tolles Wetter hatten wir auch.
Ich hatte leider nicht soviel davon, weil ich schon 40C Fieber hatte.
Am naechsten Tag musste ich also zum Doktor… Malaria testen… den Test konnte ich machen, aber das Ergebnis wusste ich noch nicht, weil die gerade keinen Strom hatten.
Super. Abends, bevor wir ins Seminarhaus gefahren sind, hab ich dann mein Ergebnis abgeholt – negativ. Die haetten mich einfach gehen lassen, wenn ich nicht selber gefragt haette, was ich gegen das Fieber machen soll. Also haben die Aerzte mir einfach mal Anti-Malaria Zeug und Paracetamol gegeben… mit der Aussage “meistens ist es doch Malaria” …Aha!?
Naja…
Ich bin dann am naechsten Tag erstmal in ne andere Dispensary und hab nochmal nen Test gemacht – negativ. Aber der Arzt hat sich wenigstens um mich gekuemmert.
Die ersten Tage vom Seminar hab ich mit Fieber im Bett verbracht. Nach einpaar Tagen wars endlich vorbei und ich durfte auch am Seminar teilnehmen.
War ganz interessant mal zu hoeren, wie es den anderen geht und mit welchen Problemen die zu kaempfen haben. Aber, weil ich eigentlich keine Probleme in meinem Projekt hab, muss ich ehrlich sagen, hat mir das Seminar nicht so viel gebracht.



Ich hab mich schon wieder auf meine Kids gefreut und auf Mama Kilala, die endlich wieder aus Deutschland zurueck war.


Marcus und Soeren haben sich entschieden, mit den anderen Freiwilligen in den Sueden zu fahren, um deren Projekte mal zu sehen.
Falsche Entscheidung…
Caro und ich sind nach dem Seminar zurueck nach Mwanza gefahren.
Marcus, Soeren und die anderen sind einen Tag spaeter mit einem Fahrer von einem Fahrunternehmen in den Sueden losgefahren. Anscheinend ist der Fahrer waehrend der Fahrt eingeschlafen und gegen einen Felsen bzw. eine Mauer gefahren. Das alles haben wir zufaellig mitbekommen, weil ein Priester, der sich bei Marcus verabschieden wollte (weil er in die USA gegangen ist) angerufen hat, kurz nachdem das passiert ist. Wir haben uns alle Sorgen gemacht. Nach langem hin und her telefonieren waren wir der Meinung (zusammen mit Nathalie), dass sie zurueck nach Deutschland geschickt werden sollten. Wir haben nur durchs Telefon mitbekommen, dass Marcus sich den Arm gebrochen hat und operiert werden muss und bei Soeren Zaehne locker sind. Aber zum Glueck durften beide nach Hause fliegen.

Beide wurden in Deutschland behandelt und ihnen geht es wieder besser. Soeren hatte einen Kieferbruch und Marcus einen Oberarmbruch.
Den Kieferbruch haben die in Tansania nicht einmal feststellen koennen.

Soeren ist vor zwei Wochen schon wieder hier angekommen. Und eigentlich weiss er selber nicht genau, was, wie, wo es passiert ist. Marcus muss noch einpaar Wochen warten, bevor er zurueck kommt, weil er seinen Arm noch nicht bewegen darf.
Mei, der fehlt uns hier schon gescheit.

Der Fahrer hatte einen Schaedelbruch – schrecklich.
Aber zum Glueck ist nichts schlimmeres passiert.

Den anderen Freiwilligen geht es gut… abgesehen davon, dass sich die meisten auch an nichts erinnern koennen.
Naja, Soeren ist wenigstens schon wieder da… jetzt warten wir alle nur noch auf Marcus, dass wir auch wieder komplett sind ;)



Wie es so (voraussichtlich) nach einem halben Jahr passieren sollte…^^
…hatte ich auch ein kleines Tief.
Man gibt ja sowas nicht zu, aber warum eigentlich?!
Was mir hier in Ngara fehlt, ist jemand zum reden – Freunde. Man kann hier einfach keine Freunde finden, weil viele Menschen immernoch denken, dass alle Weissen reich sind und so weiter…
Es sind schon sehr viele Leute zu mir gekommen, mit der Frage “Kann ich dein Freund sein?” …und wenn man fragt, was die unter Freundschaft verstehen oder warum grad ich ein Freund sein soll, dann kommt wirklich oft “Weil du weiss bist!”
Als koennte ich dann alle alle alle Freunde mit nach Europa nehmen – “weil das machen Freunde ja” …naja…

Ich vermiss hier meine echten Freunde und meine Geschwister. Einfach jemanden, mit dem ich ueber alles reden kann und der mir zuhoert, ohne etwas zu erwarten.


Aber… juhu juhu… ich hab Besuch bekommen!! Meine Schwester und meine Freundin sind gekommen und haben viel zu viele Sachen mitgebracht… ich hab mich riesig gefreut. Es hat mir echt gut getan mal jemanden von Zuhause zu sehen, die eigene Sprache zu sprechen und hmmm… Vollkornbrot zu essen ;)

…mein Tief ist auf alle Faelle verschwunden.

Aber leider geht so ein Besuch immer viel zu schnell vorbei. Schade!
Aber wenn mich wer besuchen will - “KARIBU SANA!” – ich wuerd mich freuen!


Direkt nach meinem Besuch ist…
Soeren zusammen mit Andrea und Matthias (unsere Verantwortlichen vom BDKJ) gekommen. Die sind gekommen, um Probleme zu besprechen und unsere Projekte anzuschauen. Aber wie schon gesagt, ein Besuch ist immer sehr kurz.


Naja… letztes Wochenende mussten Caro, Soeren und Nathalie noch aus dem Haus ausziehn und beim Putzen bin ich ja immer dabei :)


Und sonst… Karibu Tansania!
Ich geh jetzt arbeiten, die Kinder kommen bald aus der Schule heim.
Mei… die Kids sind sooo lieb!!
Ich mag meine Arbeit – es ist echt toll hier!
Mungu ambariki babu yangu!


Mimi akukumbukaye

Ene :)

Sonntag, 20. Dezember 2009



Heut mal nur kurz... also, mir gehts immernoch ganz gut :-)
Es behaupten zwar viele, dass ich schon abgenommen hab, aber das muss daran liegen, dass das Essen hier einfach viel gesuender ist und nicht, weil ich hier nix bekomme.
Zurzeit, also seit 4.12., sind Ferien und viele Jungs sind in dieser Zeit nach Hause gefahren bzw. gegangen. Nur acht Jungs (von denen die meisten keine Eltern mehr haben) sind hier geblieben.
Es wurde Grossputz gemacht und viel gearbeitet. Aber natuerlich auch gespielt und gebastelt.
Die Kids haben eine Krippe aus Ton gebastelt und ein Mobile mit Weihnachtswuenschen.
Ein Kind hat gesagt, er wuenscht sich "Amami" (=Frieden) zu Weihnachten - echt lieb!

Ich hab die letzten Wochen noch viel viel mehr ueber das Center erfahren, zB. das nach aussen ca. 40 Jugendliche unterstuetzt werden, die sich das Schulgeld nicht leisten koennen und ich hab erfahren, dass die Jugendlichen, welche die Primary School abgeschlossen haben, auch noch unterstuetzt werden. Die bekommen dann entweder die Moeglichkeit auf eine Secondary School zu gehen oder eine Arbeit anzufangen, aber die muessen ja auch irgendwo leben. Und das muss wiederrum jemand finanzieren.

Was auch sehr faszinierend war... ein Junge (ca.17Jahre) hat jetzt in den Ferien seine Mutter zum ersten Mal gesehen. Die ist, als er klein war weggegangen und sie hat gedacht, dass er schon verstorben ist. Unglaubliche Geschichte.

Und wir haben zuwachs bekommen - ein Kalb :-)


Ach... genau... einen kleinen Raubueberfall hab ich auch schon mitgemacht.
Vor einpaar Wochen in Mwanza. Naja, war ned so toll... aber am Ende auch nicht soo schlimm. Wollts eigentlich ned erwaehnen, aber Mama hats schon rausbekommen ;)


Jetzt ist bald Weihnachten... aber das sieht man hier nicht wirklich. Kein Schnee - komisch!! Kein Christbaum, keine Beleuchtung, keine Weihnachtsmusik...
eigentlich merkt man nicht wirklich, dass Weihnachten vor der Tuer steht.
Das fehlt mir hier schon gescheit!!


Aber Weihnachten mit Caro, Marcus, Soeren und Natalie am Tanganjka See wird sicher auch schoen... ich krieg warscheinlich nen Sonnenbrand, waehrend ihr lieben im Schnee versinkt! Tja, so ist das Leben halt :)


*Fuehlt euch alle gedrueckt*

Liebe Gruesse und schoene Weihnachtsfeiertage!!


Mimi akukumbukaye
Renate

Mittwoch, 18. November 2009

Polepole hapa katika Afrika…

Vor 3 Wochen, also am 26.10.2009, hab ich endlich in meinem Projekt angefangen!!!

Es gab zuerst ein kleines Durcheinander und dann konnte ich von einem auf den anderen Tag umziehen… “es gibt immer Überraschungen hier”

Und… jetzt wohne ich sogar direkt an meinem Projektplatz, nicht in der Parish, wie davor ausgemacht.



Über mein Projekt…

Erstmal – Es ist einfach super, ich glaub besser hätte es gar nicht laufen können!! Die Schwestern sind klasse, die Jungs haben mich echt lieb aufgenommen und die Arbeit macht richtig viel Spass!



Das Projekt trägt den Namen NAZARETI CENTER und wird von vier Ordensschwestern (Sr.s Sainte Chretienne) geleitet.
Die Schwestern kommen alle aus verschiedenen Ländern. Eine aus Belgien, eine aus Canada, eine aus dem Kongo und eine aus Ruanda.
Miteinander sprechen die Schwestern immer Französisch, mit den Kindern sprechen die Kiswahili und nur eine Schwester kann Englisch sprechen.
D.h. für mich, ich bin sozusagen gezwungen Kiswahili zu sprechen – aber ich werde Tag für Tag besser, denk ich.

Im Moment leben hier im Center 22 Jungs zwischen 7 und 17 Jahren. Aber die Anzahl der Jungs kann sich schlagartig ändern… es können neue dazukommen, wie gestern erst, und es kann passieren, dass Jungs sich entscheiden zu gehen, oder gehen müssen.



Alle Jungs sind aus verschiedenen Gründen hier bzw. haben sich aus verschiedenen Gründen für die Strasse entschieden – jeder schreibt sozusagen seine eigene Geschichte.
Viele haben getrennt lebende Eltern oder nur noch ein Elternteil und die neue Familie will oder kann das Kind nicht versorgen. Bei einpaar Jungs sind die Eltern verstorben und die nähere Verwandtschaft kann das Kind nicht mitversorgen oder es gibt keine Verwandten, zu denen das Kind gehen könnte. Es gibt auch Jungs, die zu Hause geschlagen oder ausgenutzt wurden… oder einfach von dort verstoßen worden sind.
Alle Geschichten sind auf irgendeine Art erschreckend und traurig.



Ich finde, man kann das Projekt an sich mit einem Kinder- und Jugenheim in Deutschland vergleichen – nur mit afrikanischen Verhältnissen.
Es gibt bestimmte Regeln, die die Jungs einhalten müssen,
es gibt zwei Waschtage, an denen jeder nach der Schule seine Sachen selbst wäscht – mit der Hand natürlich,
es gibt Wochenjobs, wie z.B. mit den Ziegen auf die Wiese gehen oder nach dem Essen Tische abwischen und kehren,
am Samstag gehen zwei Gruppen auf den Markt
und jeder hat seinen kleinen Tagesjob, wie z.B. die Milch zu den Leuten bringen, die Ziegen füttern oder schauen, ob die Duschen sauber sind.



Vormittags gehen die Jungs in die Schule. Die meisten gehen in die Primary School. Aber einpaar gehen auf eine extra Schule, für Jugendliche, die nicht eher in die Schule gehen konnten. D.h. die fangen mit ca.14 Jahren oder später erst mit der Schule an.
Um 12 Uhr kommen die jüngeren Jungs nach Hause und dann wird meistens gelernt, also Mathe- oder Leseübungen gemacht oder gewaschen, wenn Waschtag ist und einpaar helfen auch beim Kochen.
Die Jungs sind echt motiviert, was das Lernen angeht… wenn einer Übungen macht, dann will der ganze Rest natürlich auch ☺


Bis 15 Uhr sind dann die anderen Jungs auch zu Hause angekommen und dann gibt es erst Mittagessen. Die Afrikaner essen grundsätzlich später, als wir in Deutschland bzw. Europa.
Mittags ess ich immer zusammen mit den Jungs. Es essen ca. 4 bis 6 Leute von einer grossen Platte – mit der Hand, versteht sich ☺
Aber davor waschen sich alle die Hände in einer Schüssel (aber es gibt natürlich auch sauberes Wasser zum nachschütten)
Ich persönlich finde das Essen immer recht heiß, aber den Jungs scheint die Hitze weniger auszumachen… ich verbrenn mir meistens meine Finger.

Zum Essen gibt es oft Kochbananen mit Bohnen, aber auch Reis, Kraut, kleine Fische, Gemüse und was, dessen Namen ich immer vergess.
Aber meinetwegen könnte es jeden Tag Kochbananen geben – die schmecken sooo gut!! Ich mag die!



Nach dem Mittagessen wird ab und zu einbisschen gearbeitet, wenn was anfällt, fertig gewaschen oder einfach nur gespielt.

Aber zurzeit probier ich mit den Jungs immer Englisch zu üben. Die fragen mich schon Mittags oder Vormittags, ob ich meine Bücher holen kann.
Am Anfang hab ich versucht, dass vergleichbar wie in der Schule zu machen, d.h. eine kleinere Gruppe (mit ungefaehr dem gleichen Niveau) zusammen gesetzt und versucht was zu erklären. Aber meistens sind die Anderen auch gekommen und haben nur noch “Na mimi Renate” (= “und ich Renate”) gesagt und dann war Chaos groß.
Naja… mittlerweile schaff ich es, dass ich mit Einzelnen oder kleinen Gruppen Woerter üb und sogar einbisschen Grammatik.

Die Jungs lernen zwar in der Schule Englisch, aber meistens können die Englischlehrer in den billigeren Schulen auch nicht besonders viel.
Das merkt man vorallem, wenn man Abends oder Nachmittags durch den Ort geht und von allen Seiten “Good morning teacher” oder “Good morning Sir” hört. Die Kinder wollen ihr Englisch ausprobieren, aber eigentlich wissen die nicht einmal wirklich, was die sagen.

Ich hab mir mal ein Englischheft von einem unserer jüngeren Jungs angeschaut… ungefähr so:
This is a ruler.
This is an umbrella.
This is an orange.
This is a…

Und hinter jedem Satz ist das passende Bild. Aber oft wissen die nichtmal genau was sie eigentlich gemalt haben… und Grammatik gibts bei denen nicht wirklich.

Naja… ist echt ein super Punkt, an dem ich arbeiten kann!! Und es macht Spaß, weil alle sehr motiviert sind.
Englisch öffnet den Jungs später halt Türen zu besseren Berufen!



So… das Nazareti Center hat auch einpaar Angestellte, d.h. einen Nachtwächter, eine Köchin, die während der Woche für die Jungs kocht, und zwei Betreuer bzw. Erzieher, die abwächselnd jeden Tag von 17:30 Uhr bis in der Früh um ca. 9:30 Uhr da sind und sich mit den Jungs beschäftigen und auf sie aufpassen.


Zurzeit wird im Center gebaut. Es wurde eine neue Küche gebaut… aber man muss sich vorstellen, dass die alte Küche ein typisches Lehmhaus ist, winzig klein, mit zwei Feuerstellen am Boden und außerdem fällt sie schon langsam auseinander.
Und das aller erste Haus (ehemaliger Schlafplatz der Jungs und ein kleines Büro), auch komplett aus Lehm, wurde erst abgerissen und wird jetzt neu gebaut.
Es müsste noch einiges gemacht werden, aber es geht alles langsam “polepole” vorran, weil eben das Geld nicht da ist, um soviel auf einmal zu verbessern.



Das Nazareti Center durch Spenden aufrechtgehalten und finanziert. Es gibt eine Organisation in Europa, welche die Ausgaben für das Essen und das Schulmaterial (d.h. Schuluniform, Hefte, Stifte…) der Kinder übernimmt. Und sonst spenden Verwandte, Freunde und Bekannte der Schwestern was gebraucht wird dazu.
Man muss sparsam mit allem sein und die Kinder müssen lernen mit ihren Sachen verantwortugsbewusst umzugehen.



Insgesammt ist das Ziel der Schwestern, dass die Jungs nicht auf der Strasse leben müssen, in die Schule gehen können, Verantwortung lernen und irgendwann evtl. wieder zurück in ihre Familien können.

Deswegen wird auch immer der Kontakt zur Familie oder nächsten Verwandtschaft aufrecht
gehalten. Die Schwestern besuchen die Familien auch immer, um sich selbst mal ein Bild von der Familiensituation zu machen. Und auch, um zu schauen, ob das Kind nicht doch zu Hause leben könnte.
In den Ferien koennen die Jungs ihre Familien auch besuchen… das ist gut, um das Familienverhaeltnis wieder aufzubauen, denk ich.



Allgemein würde ich sagen, dass dieses Projekt super läuft, obwohl es erst vor ca. 3 – 4 Jahren gegründet wurde. Hier sieht man wenigstens, dass was vorran geht und die Schwestern sich wirklich fuer die Jungs einsetzten.


Also mir macht es Spaß und ich glaub echt, dass es nicht besser hätte laufen können!


Mimi akukumbukaye Renate ☺

Sonntag, 18. Oktober 2009

KARIBU TANZANIA

Sorry... hat ein bisschen länger gedauert...

...aber das ist in Afrika nun mal so ;-)


Welcome to Tanzania – Karibu Tanzania!


Ich fang jetzt einfach mal beim 15. September an.

Fliegen ist sooo unbeschreiblich toll! Man muss aber dazu sagen, dass ich zum ersten Mal geflogen bin... einfach herrlich! Ich war eigentlich nicht wirklich aufgeregt. Hab mich einfach nur gefreut, dass es endlich losgeht. Mama und Papa waren sicher viiiieeel aufgeregter als ich :-)

Der Flug war super – keine Schwierigkeiten. (...ich bin über die Sahara geflogen!! ) Und dann haben Caro und Ich noch einen netten Tansanier kennen gelernt, der uns am Flughafen in Dar es Salaam geholfen hat. *Danke Peter*


Geofrey, ein Freund von mir, hat uns vom Flughafen abgeholt und zu unserem Hotel (oder so) begleitet. Die Taxifahrt war unglaublich spannend, obwohl es schon dunkel draußen war. Ich wusste echt nicht wo ich zuerst hinschauen soll... so viele Menschen... so viele Eindrücke... einfach Wow!

Die erste Nacht in Tansania war sehr kurz. Am nächsten Tag gings gleich weiter nach Mwanza.

...mit einem netten kleinen Flugzeug :-)


Mama Kilala, eine echt liebe deutsche Frau, die schon seit ungefähr 40 Jahren in Tanzania lebt, hat uns abgeholt und uns gleich das wahre Leben in Afrika gezeigt....

Menschen, Farben, Getümmel, noch mehr Menschen...

bei uns sieht man nicht mal die Hälfte von der Menschenmenge, wenn man in der Stadt auf die Straße geht und da... da ist das jeden Tag so!


Bei Mama Kilala waren Caro und ich 2 Wochen – Sprachkurs und irgendwie auch so ne gewisse Eingewöhnungszeit. Unser Sprachlehrer war echt super... und mittlerweile kann ich mich auch schon einigermaßen gut verständigen. Die Sprache ist toll... und eigentlich nicht so schwer zum lernen.

Als ich das erste Mal in Mwanza in der „Innenstadt“ war (...Mama Kilala wohnt eher außerhalb...), hab ich mich ein bisschen komisch gefühlt. Alle, ja ich glaub wirklich alle Menschen, haben uns Weiße bzw. Europäer (Kiswahili: Wazungu) angeschaut bzw. angestarrt. Schrecklich!

Viele Kinder stehen da und schreien „Mzungu Mzungu!“ Und... viele denken auch, dass wir Weiße reich sind und deshalb müssen sie Respekt zeigen. Naja, ich finde das nicht so toll... aber man muss sich einfach damit abfinden, glaub ich.

Was ich in den ersten 2 Wochen auch gelernt hab, sind die kleinen Smalltalks... natürlich auf Kiswahili :-) It`s like this...

„Habari?“ - „Mzuri“ , „Habari za asubuhi?“ - „Njema“ , „Habari za nyumbani?“ - „Mzuri“ …

...jetzt kurz auf Deutsch... „Wie geht`s ...dir? / ...zu Hause? / ...deiner Familie? / ...heute? / ...usw.“

Und eigentlich antwortet man auf alles mit „Gut“ (= Njema, Mzuri, Salama...)

Also alles ist Super! ;-)


Mama Kilala hat nen eigenen Kindergarten (im Haus)... und Kinder sind halt die besten Lehrer... vor allem, wenn sie kaum Englisch sprechen. Mit Aniseti, die Haushaltshilfe von Mama Kilala, hab ich auch viel Kiswahili geübt... also er hat mir sehr viele Wörter beigebracht. Dafür hab ich ihm ein bisschen Gitarre spielen beigebracht – und wenn meine Gitarre das Jahr überlebt, dann schenke ich sie ihm, bevor ich wieder zurück flieg :-) Mei... der wird sich freun!! :-)



Essen...

...also, an alle die immer noch denken, dass ich in Afrika nur Käfer zum Essen bekomme...

CHAKULA NI KIZURI!!! - DAS ESSEN IST SUUUUUPER!

Ich liebe Ugali (Maisbrei), süße und normale Kartoffeln, Reis, Kochbananen und süße Bananen, den Fisch aus dem Viktoriasee und auch alles andere... vor allem das frische Obst aus dem Garten...

*P.S.: Hab nen Bananen- und nen Mangobaum im Garten* *g*


also... die Afrikaner haben echt ne super gute Küche!! und gesund!! wenig bis kein Fett :-)



Am 30. September wurden Caro und ich dann abgeholt... um endlich in unsere Einsatzorte zu gelangen ;-) Father Didas, Marcus und Sören haben uns abgeholt... (an alle die das noch nicht wissen... Marcus und Sören sind schon im August geflogen, d.h. ein Monat früher als Caro und ich; und die zwei sind auch Freiwillige vom BDKJ)

...naja, auf alle Fälle war die Fahrt nach Rulenge super... erstmal mit der überfüllten Fähre ans andere Ufer und dann.... waren wir mitten in der Pampa.

Faszinierend... dieses Land... einfach faszinierend! Wir sind bloß der roten Straße gefolgt... mitten im Nichts... sind durch ein paar kleine Orte gefahren und überall verstreut zwischen den Bananenbäumen waren immer wieder mal zwei bis drei kleine Lehmhäuser. Und auf der Straße ist aber trotzdem immer was los... Menschen, keine Autos, aber viele Menschen zu Fuß oder mit dem Fahrrad und meistens haben die noch irgendwas auf dem Kopf getragen.


Die tragen echt alles auf dem Kopf, egal ob Wasserbehälter, Bananenstauden, Körbe, Baumstämme oder Schultaschen... unglaublich!


Was man in Tansania schnell lernt, ist... erste Regel – Linksverkehr und zweite Regel – Hupen statt Bremsen! Bremsen wäre auf den Sandstraßen eh nicht so gut... aber man muss dann eben wissen, dass das Hupen bedeutet „geh aus dem Weg“ :-)



Rulenge...

ach ja, ich bin die ersten Wochen in Rulenge, dh. ich kann noch nicht in meinem Projekt anfangen, weil mein Projektplatz ja in Ngara ist (ca. eine Stunde weit weg, mit dem Auto).

Das Problem ist... ich hab noch keinen Schlafplatz in Ngara, weil ich eigentlich in der Parish schlafen soll, aber der Bischof ist noch nicht umgezogen. D.h. für mich, ich muss erstmal warten bis der Bischof in sein neues Haus eingezogen ist und dann kann ich nach Ngara ziehen und endlich in meinem Projekt anfangen.

Ich hoffe, (wenn alles so klappt, wie`s sollte) dass ich spätestens Anfang November anfangen kann.

*wie schon gesagt, hier in Afrika ist alles ein bisschen langsamer* PolePole


Jetzt bin ich ja schon ungefähr zwei Wochen in Rulenge, wohne momentan bei einer Entwicklungshelferin, zusammen mit Caro, Marcus und Sören, und gehe fleißig mit Caro zur Arbeit ...Caro`s Projektplatz ist das Waisenhaus in Rulenge.

Wir wohnen in einem sehr europäisch eingerichteten Haus (das Haus hat eine deutsche Familie gebaut, die bis vor ein paar Monaten noch hier gelebt hat). Wir haben einen Wassertank, Strom und eigentlich alles was man so zum Leben braucht.

Obwohl ich manchmal gern nen Kühlschrank hätte :-)



Wasser...

Zurzeit haben wir so kleine Wasserprobleme... also wir haben schon Wasser, aber die Pumpe ist immer wieder mal kaputt und jetzt im Moment haben wir nur Wasser aus dem Eimer.

Wir waren selber Wasserpumpen... wie die Afrikaner...

geduscht wird halt aus dem Eimer und man muss sparsam sein – das lernt man schnell! Das mit dem Klo ist halt so ne Sache, aber was am meisten ärgerlich ist... ist, dass man beim Kochen, Abwaschen und Waschen so sparen muss. Naja... so wenig wie möglich benutzen.

Das ist schon ne Umstellung... bei uns in Deutschland fließt das Wasser ja so lang, bis man den Hahn wieder zudreht... und hier schaut man, dass jeder Wassertropfen richtig gebraucht wird.

MAJI NI UHAI.... Wasser ist Leben!


Wir haben es eh gut, weil wir nicht jeden Tag Wasser holen müssen, nur im Moment, weil irgendwas kaputt ist, aber die meisten, eigentlich fast alle holen ja wirklich täglich Wasser mit ein bis zwei Kanister oder Eimern. Ich wollte gestern einem Afrikaner helfen seine zwei Kanister auf seinem Fahrrad zu befestigen, dann ist sein (selbergebauter) Gepäckträger abgebrochen. Die Kanister sind runter gefallen und einer hatte dann ein Loch. Dann musste er erstmal sein Fahrrad reparieren und dann ist er nur mit einem Kanister nach Hause gegangen – der tat mir schon Leid.



Strom...

wenn der Solarstrom leer ist, dann wird auf die magische Zeit 19:00 Uhr gewartet. Weil dann der Krankenhausgenerator eingeschaltet wird, der unser Haus bis 23:00 Uhr mit Strom versorgt. Praktisch! Also eigentlich haben wir fast den ganzen Tag Strom... vielleicht 3-4 Stunden nicht.



Waisenhaus...

die Kinder sind soooo süß!! Ich hab schon einen Liebling, den ich am liebsten gleich mit nach Hause nehmen würde!

Die Arbeit zusammen mit Caro macht echt Spaß, obwohl es auch sehr anstrengend sein kann. Die Kinder sind zwischen 0 und 6 Jahren. Die Kinder ab ca. 4 Jahre gehen Vormittags in die Schule, da dürfen Caro und ich den Englischunterricht übernehmen. Nachmittags spielen, basteln und singen wir mit den Kindern... ist zwar anstrengend, aber es macht wirklich Spaß!



Taty!!!! Ich hätte dich gern da! Der Chor in der Kirche wär was für dich! Singen, Tanzen, Klatschen, Trommeln und Rhythmusinstrumente. Echt ein tolles Erlebnis – Gänsehautfeeling!

Und der ganze Rest darf mit klatschen und so... „schee!“



Einkaufen...

jeden Samstag ist Markt in Rulenge. Man könnte es auch als rießigen Farbklecks bezeichnen :-)

So bunt... alle verkaufen frisches Obst und Gemüse und was man sonst noch so die Woche über braucht. Es gibt echt alles...

Natürlich sind alle Menschen in bunte Kangas eingewickelt... bzw. mit Kangas gekleidet,

deswegen schaut der Markt einfach nur aus, wie ein bunter Haufen. Toll!

Und sonst... man kann jeden Tag frisches Obst und Gemüse an der Straße kaufen... Tomaten, Paprika, Ananas, Bananen, Avocados und bald ist Mangozeit.... ich freu mich schon!

Geschäfte gibt’s hier auch einige. Da gibt es dann alles bunt gemischt, von Klopapier, Zucker, Eier und ab und zu auch Brot bis zu Kangas, Bürsten und Kannen. So Tante-Emma-Läden halt.



Tiere...

wir haben vier Haustiere.... zwei Hunde (Kali und Kila) und einen Hahn (Peter) und eine Henne (Petra). Die sind toll, aber Peter kräht uns in der Früh immer aus dem Bett...

„ wär was für dich Ewa!“ :-)

...ich wurde ja schon gefragt, welche Tiere ich denn schon gesehen hab... also...

Küchenschaben sind ja eh überall, Eidechsen gibt es hier mehr als genug (auch im Haus), die Ziegen rennen jeden Tag mindestens vier Mal am Haus vorbei und Kühe bzw. Ochsen mit rießigen Hörnern sind auch überall. Aber die schauen meistens sehr abgemagert aus.



...und wie gesagt... in Afrika ist alles ein bisschen langsamer – Polepole = Langsam – das ist eine Lebensweise, die sich jeder Mensch angewöhnen sollte, weil man das Leben dann einfach mal genießen kann...

aber man muss sich halt dann auch dran gewöhnen, dass die Menschen oft zu spät kommen ;-)


…wenn irgendwer noch Fragen hat, dann mailt mir doch einfach! Ich schau, dass ich jetzt dann öfter mal ins Internet komm, aber das ist hier alles halt nicht so einfach wie in Deutschland.



Und an Helga... Station 1 und 2... richte allen auf der Station einen ganz lieben Gruß von mir aus!

Ich hoffe euch geht’s gut!



...und Mama, mach dir keine Sorgen, mir geht’s hier echt gut...


hab euch alle lieb!!


kwa heri... usiku mwema!


Ene :-)

Montag, 14. September 2009

Noch einmal schlafen...

...aber ich glaub trotzdem, dass Mama und Papa mehr aufgeregt sind als ich ;-)
Ich bin so langsam einfach nur gespannt was auf mich zukommt!
Ich glaub, ich hab alles eingepackt und was ich nicht hab, dass kann ich sicher auch noch irgendwo in Tansania kaufen. Die Koffer sind zu und ich bin fertig für den Flug.
Jetzt muss es nurnoch losgehn...
Also... ich melde mich wieder sobald ich Internet hab.

kwa heri
Ene